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Benannt ist der Platz nach dem deutschen Dichter Ferdinand Freiligrath. Dieser wurde am 17. Juni 1810 als
Sohn eines Lehrers in Detmold gebohren, konnte aufgrund der schlechten finanziellen Situation seines Vaters
jedoch nach dem Besuch des Gymnasiums kein Studium beginnen und begann er in Soest eine Lehre als Kaufmann. Er
nahm verschiedene Stellen an, u.a. als Buchhalter in Barmen.
Nachdem Veröffentlichungen seiner Gedichte großen Erfolg hatten, beendete Ferdinand Freiligrath 1839
seine kaufmännische Laufbahn und verdiente sein Geld als freier Schriftsteller. Ab 1842 lebte er in Darmstadt und St. Goar,
wo er mit verschiedenen bekannte Schriftstellern, u.a. Hoffmann von Fallersleben, Kontakt hatte.
Während Ferdinand Freiligrath zunächst aufgrund einer Empfehlung von Alexander von Humboldt eine Pension des preußischen Königs
Friedrich Wilhelm IV annahm, setze er sich in den folgenden Jahren aber mit politischen Themen auseinander,
schlug die Pension und eine Anstellung am Hof von Weimar aus und setzte sich ab 1844 für die Opposition ein.
Aufgrund der politischen Inhalte wurden seine Gedichte durch die Zensur verboten. Ferdinand Freiligrath emigrierte zunächst nach
Belgien, wo er Karl Marx kennenlernte, 1845 in die Schweiz und schließlich nach England, wo er in London wieder in einer
kaufmännischen Stellung tätig war, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Nach wenigen Jahren kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete auf Einladung von Karl Marx für die
Redaktion der "Neuen Rheinischen Zeitung" in Köln. Die kommunistische Zeitung wurde 1849 verboten und Ferdinand Freiligrath
wegen eines politischen Appels verhaftet, von der Anklage wegen "Aufreizung zum Umsturz" aber freigesprochen.
Neue Gedichtbände von Ferdinand Freiligrath wurden dann erneut von der Zensur verboten und Freiligrath
diesmal sogar streckbrieflich gesucht. 1851 emigrierte er erneut nach London und arbeitete als
kaufmännischer Angestellter, ab 1856 leitete er die dortige Filiale der Schweizer Generalbank.
Im Jahr 1865 wurde die Bankfiliale geschlossen. Einige Jahre später, 1868, kehrte Ferdinand Freiligrath
schließlich nach 17 zusammenhängenden Jahren Exil nach Deutschland zurück. Hier war inzwischen eine generelle Amnestie für
politische Vergehen erlassen worden. Ferdinand Freiligrath wohnte zunächst in Stuttgart, ab 1874 in Cannstadt,
wo er am 18. März 1876 in Alter von 65 Jahren starb.
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